Zeilklipper Gouwzee

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Gouwzee >Schiff und crew > Geschichte

Geschichte der Gouwzee

Nachforschungen im Archiv des Maritiem Museum Rotterdam haben ergeben, dass unser Schiff Gouwzee im August 1907 in Gouwsluis unter dem Namen Johannes vom Stapel lief. Ein Herr C. van Delft wohnhaft in Gorichem hatte den Auftrag an die Werft Vooruitgang der Familie Boot erteilt. Ein Zweimastklipper nach den Bauzeichnungen des Schiffes seines Bruders A. van Delft sollte gebaut werden.  Dieses Schwesterschiff war 1905 bei der gleichen Werft  unter dem Namen Cornelia gebaut.  Die Johannes sollte 31,5m lang, 5,97m breit und 2,00m tief werden und 10000 Gulden kosten.  Jedoch wurde sie letztendlich 2,08m tief. Dieses hatte zur Folge, dass nach längerem Schriftwechsel die Werft 600,-Gulden Schadensersatz bezahlte.  Bis ende der 20er Jahre  fuhr die Johannes für den ersten Eigner. Dann verliert sich die Spur etwas.
Bis 1935 im Rheinschiffsregister der Name Hendrika ex. Vier Gebroeders, ex. Johannes auftaucht.  1938 erhält die Hendrika ihren ersten MWM Motor mit 135 PS und wahrscheinlich auch ihren heutigen Heckaufbau und verliert ihre zwei Masten. 1958 wird sie verlängert zu einer Länge von 41,37m und ihre Tonnage von 220t auf 330t erhöht.  Im Jahr 1975 sollte die Gouwzee verschrottet werden.  Das Motoröl  und der Schiffsdiesel waren schon aus dem Schiff gepumpt. In letzter Minute wurde die Hendrika von ihrem Schicksal erlöst.  Jemand wollte die alte Dame doch noch kaufen.  Deshalb erscheint 1979 die Gouwzee im Register international de bateaux du Rhin 1979 als Morgenster, ex. Hendrika.  In ihren letzten Jahren als Frachtschiff trägt sie den Namen EL-RO.

Seit 1997 steht Gouwzee auf ihrem Bug. Im Winter 1996/1997 wurde sie zum Passagierschiff umgebaut und erhielt wieder ihre zwei Masten. Im früheren Laderaum beherbergt die Gouwzee 29 Gäste in 10 Kabinen.
Beginn 2004 sind Holzbänke in der Sitzecke an Deck hinzugekommen, die Duschen modernisiert und Bettlampen installiert. Im Winter 2004/2005 wurde warmes Wasser in allen Kabinen angelegt und frische Farbe in den Tagesraum und in die Kabinen gebracht.
Im Winter 2005/2006 wurde die Sitzgelegenheit im Tagesraum erneuert, der Eingang etwas erhöht, die Küche modernisiert und die Schwertwinden elektifiziert.
Im Herbst 2006 wurden die Lüftungsschächte an die neuen Schiffsregeln angepasst und die Handhabung der Grossschot verbessert.  Ausserdem wurden neue, evektievere und regelbare Heizkörper im Tagesraum und in den Kabinen instaliert.
Im Winter 2007/2008 waren wir wieder auf der Werft bei Gertmann für die Sicherheitsuntersuchung und neue blaue Antifouling.  Jedes Passagierschiff wird alle 4 Jahren unter Anderem auf den Zustands des Unterwasserschiffes überprüft.  Bei Rein van den Berg in Lemmer haben wir die Reling ausgetauscht.  Nun ist diese überall 95 cm hoch. 

Im Frühjahr von 2009 haben wir das Feuermeldersystem erneuert und gleichzeitig die Beleuchtung im Gang durch LED-Lampen erneuert.